Soziale Online-Netzwerke werden immer wichtiger: Knapp ein
Viertel der Deutschen nutzen sie regelmäßig, bei Jugendlichen liegt der
Anteil sogar dreimal so hoch. Der Test zeigt jedoch: Facebook und Co.
weisen erhebliche Mängel beim Datenschutz auf. Und sie machen es Hackern
leicht, auf persönliche Daten ihrer Nutzer zuzugreifen.
Simples Prinzip
Soziale Netzwerke gehören zu den populärsten Internetseiten. Innerhalb
weniger Jahre haben sie sich in der Nutzung an die Spitze aller
Onlineangebote katapultiert, nur noch übertrumpft vom allgegenwärtigen
Google. Das Prinzip ist simpel. Die Netzwerke stellen ihren Nutzern
Speicherplatz für Fotos, Videos und Erlebnisberichte zur Verfügung.
Diese können sich dann mit den anderen Mitgliedern der Community, der
Gemeinschaft, austauschen. Personen, denen das Mitglied Einblick in das
persönliche Profil gestattet, werden Freunde genannt. So verfügen
Netzwerker häufig über einen riesigen Freundeskreis.
Tester als Hacker
Zum ersten Mal haben sich Mitarbeiter der Stiftung Warentest als Hacker
betätigt – mit Erlaubnis. Um herauszubekommen, ob soziale Netzwerke die
Daten ihrer Nutzer ausreichend gegen Angriffe von außen schützen, haben
die Tester versucht, in die Computersysteme der Anbieter einzudringen.
Allerdings nur, wenn der Betreiber zuvor seine Zustimmung gegeben hatte.
Denn auch für einen Test wäre es unrechtmäßig, fremde Daten auszuspähen.
Nur sechs der zehn geprüften Netzwerke erteilten die Erlaubnis. Die
Ablehner wurden wegen mangelnder Transparenz abgewertet. Dazu gehören
auch die großen US-amerikanischen Netzwerke Facebook, Myspace und
LinkedIn.
Am Mittwoch, 31. März, von 13:00 bis 14:00 Uhr beantwortet test-Experte
Falk Murko Ihre Fragen zum Thema im Chat. Sie können schon jetzt Ihre
Fragen stellen: