Psychische Störung treibt viele Familien in den Ruin
800.000 Menschen leiden in Deutschland unter Kaufsucht, über vier Mio. sind Kaufsucht-gefährdet. Zu diesem Schluss kommt eine Erhebung der Fachhochschule Ludwigshafen, die von der Techniker-Krankenkasse http://www.tk-online.de in Auftrag gegeben wurde. "Gerade in der momentanen Phase des Winterschlussverkaufs steigt die Gefahr, dass das Kaufverhalten krankhaft wird. Es war uns daher wichtig, diese noch wenig bekannte psychische Störung mehr in den Mittelpunkt zu stellen", erklärt Ulrike Fieback, Sprecherin der TK Niedersachsen, gegenüber pressetext.
Kaufsucht bezeichnet den Zwang, nicht benötigte Artikel zu kaufen. Wird der Betroffene dabei gehindert, entwickelt er oft Entzugserscheinungen wie Herzrasen, Schweißausbrüche oder innere Unruhe und Nervosität. Frauen sind laut der TK-Erhebung stärker betroffen als Männer, zudem ist die Ausprägung des Leidens im Winter stärker als im Sommer. Männer befriedigen ihre Sucht vor allem mit den neuesten Hightech-Geräten, Autozubehör oder gute Weinen, bei Frauen stehen Kleidung, Schuhe und Kosmetikartikel an erster Stelle. Gekauft wird ohne Rücksicht auf Preis, wobei Süchtige die gekaufte Ware aus Scham häufig verstecken.
Frühzeitig Hilfe suchen
Die gekaufte Ware soll Süchtigen oft Anerkennung, Liebe oder sogar den Partner ersetzen.